Umwelt schützen - Zukunft gestalten

Geleitet von diesem Gedanken finden sich in unserer TuWas!-AG Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-12 zusammen, die sich in ganz unterschiedlichen sozialen Kontexten engagieren möchten.

Ein zentrales Anliegen war dabei von Anfang an der „Faire Handel“. Auf Basis vieler unterschiedlicher Aktionen im Rahmen des Schullebens, beispielsweise einer fairen Modenschau am Tag der offenen Tür, erreichten wir im Jahr 2016 sogar die Auszeichnung als „Fairtrade School“ und sind 2020 bereits zum zweiten Mal rezertifiziert worden.

Das Engagement der TuWas!-AG beschränkt sich aber nicht allein auf diesen Bereich. Die Grundidee der AG ist es, den Schülerinnen und Schülern einen Raum zu öffnen, in dem sie ihre solidargesellschaftlichen Anliegen umsetzen können. Das Ergebnis ist ein bunter Strauß toller Ideen und Aktionen.

Die TuWas!-AG feiert 10 Jahre Fairtradeschool mit einem Projekt für alle 5. Klassen

Die TuWas!-AG bereitete voller Engagement und Freude ein Fairtradeprojekt mit Mitmach- und Probierstationen für die gesamte 5. Jahrgangsstufe vor. Dafür wurden in Eigenregie kreative Flyer gestaltet, passende Stempelkarten kreiert und die verschiedenen Stationen mit dafür produzierten Videos, Arbeitsblättern und Kahoot-Rätseln angefertigt. So konnte unser ganz besonderes, aktives faires Frühstück ein großer Erfolg werden.

Die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe durften zudem an der Ideenstation ihre ganz eigenen Vorschläge für die Weiterentwicklung des Fairtradegedankens in unserer Schule schriftlich festhalten und somit der TuWas!-AG neue Impulse für die weiteren Schuljahre geben.

Herzlichen Dank an fairtrade schools für die Zusendung von zahlreichen Fairtradeprodukten, die wir als Probierla verteilen konnten.

Stefanie Helm, Nicole Hofinger und Simone Lentz

Physik der Orgel im Rahmen von L+

Wie viel Physik und mechanische Handwerkskunst in einer Orgel stecken, durften im Rahmen der Begabtenförderung L+ 13 Schülerinnen und Schüler am Lessing-Gymnasium erleben. Physikalische Versuche zu stehenden Wellen, Obertönen, Resonanz und Schwebung hielten dabei so manche Überraschung bereit. Vor allem, als am Ende dieser Versuche die Schülerinnen und Schüler auf einer lediglich mit Wasser selbst gestimmten „Glasflaschen-Flöte“ gemeinsam „Alle meine Entchen“ zum Besten gaben.

Als wir im zweiten Teil der Einheit dann die Kirchenorgel von St. Johann Baptist in Neu-Ulm besuchten, war dieses Erstaunen umso größer: Für den majestätischen Klang der Orgel sind nicht nur 6 Pfeifen wie bei der „Glasflaschen-Flöte“ beim Lied zuvor nötig. Laut unseren Berechnungen sind es an dieser Orgel knapp 2.000 Pfeifen. 2.000 Pfeifen, von denen jede einzelne genau im richtigen Moment mit Wind versorgt werden muss, mit einer ausgeklügelten Mechanik angesteuert werden muss und immer wieder genau richtig gestimmt sein muss. Beim Blick in die einzelnen Werke hat sich die Vielfältigkeit der Orgelpfeifen offenbart: Pfeifen mit wenigen Millimetern sind hier ebenso wie meterlange Pfeifen vertreten, die nur mit raffinierten Tricks in der Kirche Platz finden. Neben Holz kommen zahlreiche Metalllegierungen und Formen zum Einsatz, um verschiedene Klangfarben zu erzeugen. Die Mechanik vom Spieltisch bis zu jeder einzelnen Pfeife ist beeindruckend.

Natürlich durfte auch das ausgiebige Testen der „Königin der Instrumente“ nicht fehlen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler probierten sich an musikalischen Entfaltungen und brachten die Physik vom Beginn an der Orgel zum Beben.

Matthias Kast

Lessing-Gymnasium seit 10 Jahren ausgezeichnete Fairtrade-School

Mit dem 10-jährigen Jubiläum als Fairtrade-School blickt das Lessing-Gymnasium Neu-Ulm auf ein vielfältiges Engagement für den fairen Handel zurück.

Am 20.01.2016 wurde das Lessing-Gymnasium erstmals mit dem Titel Fairtrade-School ausgezeichnet und war damit die 52. Fairtrade-School in Bayern.

Aktuell engagieren sich 18 Schülerinnen und Schüler in dem Fairtrade-Schulteam. Im vergangenen Jahr erstellte das Schulteam beispielsweise ein Quizpongspiel zu verschiedenen Fairtrade Themen, produzierte Erklärvideos zu den Folgen der Palmölproduktion und betreute den Fairtrade Stand der Fairtrade Town Neu-Ulm auf dem Neu-Ulmer Wochenmarkt. Auch im Unterricht ist der Faire Handel präsent. So setzten sich die 8. Klassen im Fach Katholische Religion im Rahmen der Einheit „Prophetische Impulse für eine gerechtere Welt“ mit dem Thema „Kinderarbeit und fairer Handel“ auseinander. Der Geschichtsunterricht der 7. Jahrgangsstufe thematisierte Fairtrade im Zusammenhang mit dem Lehrplanthema „Wirtschaft und Handel gestern und heute“.

Hinter der Auszeichnung Fairtrade-School steckt der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland e.V. Die Organisation vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das zivilgesellschaftliche Engagement für den fairen Handel. Deutschlandweit gibt es über 1000 Fairtrade-Schools. An diesen Schulen werden faire Pausensnacks angeboten, der faire Handel wird im Unterricht behandelt und ein Schulteam organisiert regelmäßig Veranstaltungen, um den fairen Handel bekannter zu machen. Seit 2022 ist der Moderator Ralph Caspers Schirmherr der Kampagne Fairtrade-Schools.

Fairtrade - wir machen mit!

Bei bestem Wetter betreuten die Mitglieder der TuWas!-AG am 27. Juni den Fairtrade Stand der Diakonie Neu-Ulm auf dem Neu-Ulmer Wochenmarkt. Neben dem Verkauf fairer Produkte wurde von den Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr ein Quiz-Pongspiel zum Thema Fairtrade angeboten.

Stefanie Helm und Simone Lentz

Vogelstimmen live

April und Mai sind die Monate für den Dawn Chorus, ein Citizen Science Projekt zur Artenvielfalt.

Aufmerksamkeit schärfen, Neugier wecken, zum Mitmachen anregen. Dawn Chorus lädt alle ein, selbst zu Naturforschenden zu werden und die Natur in der direkten Umgebung zu erlauschen und dabei – beinahe von selbst – naturkundliches Wissen zu erwerben. Dazu dürfen wir am Lessing Gymnasium ein vom BIOTOPIA Lab München zur Verfügung gestelltes stationäres Aufnahmegerät namens BirdWeather PUC nutzen. Was das Gerät aufnimmt und welche Vögel alle um unsere Schule herum vorkommen, kann so jederzeit und von überall über die Website eingesehen werden.

HIER der Link zu unserer Station am Lessing Gymnasium. Über 70 Arten sind so bereits in den letzten Tagen bei uns erkannt worden!

Beim Dawn Chorus von zu Hause aus mitmachen ist möglich bis Ende Mai unter: 
dawn-chorus.org/mitmachen/

Sammeln für die Natur

Das Lessing-Gymnasium ist Partner des LBV, des Landesbunds für Vogelschutz, der weit mehr schützt als „nur“ Vögel: Er behütet Lebensräume, Artenvielfalt und damit unsere gemeinsame Zukunft.

Der LBV kauft und pflegt Biotopflächen und bewahrt so nicht nur die Schönheit vor unserer Haustür, sondern leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Denn jedes gerettete Moor und jede blühende Wiese speichert Kohlenstoff.

Für Schwaben bedeutet das: sichere Quartiere für Fledermäuse, Rückzugsräume für Vögel und Amphibien, wie den Alpensalamander. Dank der Unterstützung von Schulen konnten in Schwaben bereits viele Hektar kostbarer Biotopflächen gesichert werden.

Auch in diesem Jahr sind unsere Schülerinnen und Schüler für die Natur losgezogen und sammelten mit Herz und Ausdauer in der LBV-Sammelwoche vom 16.03. bis 22.03.2026 über 1.800 Euro.

Wir sind überzeugt: Naturschutz ist mehr als ein Projekt. Er ist eine Haltung. Eine Einladung, hinzusehen, zu handeln und gemeinsam zu bewahren, was uns alle trägt. 

Danke an alle……

Nicole Hofinger (Fachleitung Biologie)
 

Die Schulgarten-AG stellt sich vor

Unsere Schule soll Lebensraum für alle sein – drinnen und draußen. Wir möchten, dass unser Schulgelände ein Ort ist, an dem sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, aber auch verschiedene Tiere und Pflanzen wohlfühlen.

Dazu leistet die Schulgarten-AG einen kleinen Beitrag:

  • Bau von Hochbeeten
  • Ansiedlung von Blühpflanzen als Blickfang und als Nahrungsquelle für Bestäuber
  • Herstellung von nahrhaftem Vogelfutter für die Winterperiode
  • Säen und Ernten von Nutzpflanzen

Ihr habt Lust, uns oder die Umwelt zu unterstützen? Ihr dürft gerne zum Schnuppern vorbeikommen. Wendet euch dazu einfach an Frau Einfalt oder Frau Müssel.
 

Die TuWas!-AG zu Besuch im Reptilienzoo

Im Rahmen der diesjährigen Christkind gesucht!-Aktion konnten die Mitglieder der TuWas!-AG wieder mehr als 120 Sachspenden sammeln. Neben Geschenken für die Vespertüten-Aktion der Malteser Neu-Ulm und die Seniorenresidenz St. Michael wurden in diesem Jahr auch Futterspenden für den Reptilienzoo Schwaighofen gesammelt.

Am Freitag, den 06.02., konnten die Spenden persönlich vor Ort übergeben werden. Der Besuch bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, den Reptilienzoo näher kennenzulernen. In einem Vortrag erfuhren sie Wissenswertes über den Artenschutz sowie über den zunehmenden Rückgang natürlicher Lebensräume von Reptilien und Amphibien beispielsweise durch Verstädterung und Palmölproduktion.

Die Exkursion verband so gelungen soziales Engagement mit nachhaltiger Umweltbildung.

Erasmus+ - ein interkultureller Vergleich zur Nachhaltigkeit

Im Rahmen des Erasmus+-Fahrt nach Schweden setzte sich eine Schülergruppe intensiv mit dem Thema “Nachhaltiger Lebensstil” auseinander. Ziel der Kleingruppe war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und schwedischen Umgang mit nachhaltigem Handeln im privaten, schulischen und gesamtgesellschaftlichen Kontext zu untersuchen.

Dabei verglichen die Schülerinnen mittels Umfragen und intensiver Recherche konkrete Beispiele aus dem Alltag: Konsumverhalten und Mülltrennung, Schulprojekte zum Umweltschutz, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie Mobilitätskonzepte im ländlichen und urbanen Raum. Auch politische Maßnahmen auf regionaler und nationaler Ebene wurden beleuchtet.

Ein zentrales Ergebnis der Arbeit war die Erkenntnis, dass beide Länder über spezifische Stärken verfügen, jedoch auch Herausforderungen bestehen. Schweden beeindruckte besonders durch eine ausgeprägte Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltfragen und durch langfristige staatliche Eingriffe in den Bereichen Energie und Mobilität. Deutschland hingegen punktete besonders durch die systematische Integration von Nachhaltigkeit in den Schulalltag und die Lehrpläne sowie durch zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen im Bereich Klimaschutz. Eine Gemeinsamkeit sind differenzierte und gut funktionierende Recycling-Systeme.

Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass gegenseitiges Lernen eine große Chance bietet, um nachhaltige Lebensweisen weiterzuentwickeln und so voneinander zu profitieren. Der Austausch förderte nicht nur das ökologische Bewusstsein, sondern auch die interkulturelle Kompetenz und die Fähigkeit, globale Themen lokal zu reflektieren.

Simone Lentz

Lessing-Gymnasium nun „Klimaschule in Silber“

Mit großer Freude darf das Lessing-Gymnasium seit 2025 offiziell den Titel „Klimaschule in Silber“ tragen. Die feierliche Übergabe der Urkunde fand im festlichen Rokokosaal der Regierung von Schwaben in Augsburg statt – ein würdiger Rahmen für eine Auszeichnung, die das große Engagement der gesamten Schulfamilie würdigt.

Bereits im Frühjahr 2023 hatten sich Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Lehrkräfte auf den Weg gemacht, sich um das Zertifikat „Klimaschule Bayern“ zu bewerben. Ziel war es, nachhaltiges Handeln noch fester im Schulalltag zu verankern und auch künftig weitere Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen.
Auf dem Weg zur erfolgreichen Bewerbung wurden zehn Stationen durchlaufen, die alle Beteiligten forderten – und stärkten. Dazu gehörten unter anderem:

  • die Erarbeitung eines umfassenden Klimaschutzplans für die Schuledie Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks des Schulbetriebs
  • die Einbindung der Schulgremien wie SMV und Schulforum
  • sowie eine Auftaktveranstaltung, bei der die gesamte Schülerschaft in Workshops für jede Klasse informiert und motiviert wurde.

Besonders hervorzuheben ist die intensive Auseinandersetzung mit den sieben Handlungsfeldern: Abfall, Einkauf, Ernährung, Kommunikation & Vernetzung, Mobilität, Strom und Wärme.
Hier wurden sowohl konkrete Maßnahmen umgesetzt, als auch Bewusstseinsbildung betrieben – im regulären Fachunterricht, in Wahlkursen sowie durch das außerunterrichtliche Engagement der Lehrkräfte. 

Ob Mülltrennung, nachhaltige Beschaffung, klimafreundliche Ernährung oder Energiesparen – überall wurde angepackt und reflektiert. Auch die schulinterne Kommunikation und Vernetzung mit externen Partnern trugen zum Erfolg bei.

Die Auszeichnung als „Klimaschule in Silber“ ist nicht nur ein schöner Lohn für das bisher Geleistete, sondern zugleich ein Ansporn für die Zukunft. Das Lessing-Gymnasium bleibt weiter auf Klimakurs – mit dem Ziel, Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als Ort des nachhaltigen Handelns zu gestalten.

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten – und vielen Dank für euren Einsatz!